Unsere Idee

Jährlich werden in einem durchschnittlichen deutschen Privathaushalt 81,6 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen – 225 Gramm am Tag von jedem Bundesbürger. Im Gegensatz dazu sind es nur rund sieben Kilogramm pro Kopf und Jahr in Ländern von Subsahara-Afrika und Südostasien.  Dazu kommen ca. weitere 56 Kilogramm pro Kopf und Jahr, die in der Industrie, bei Großverbrauchern und dem Handel verloren gehen!

Somit kommen in Deutschland ungefähr 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln zusammen, die unnötigerweise im Müll landen. Das macht in Industrieländern bis zu der Hälfte der Gesamtproduktion aus! Die produzierten Güter haben zusammengenommen ein Wert von über 25 Milliarden (!) Euro (vgl. verbraucherzentrale.de): das sind für einen 4-Personen-Haushalt rund 1200 Euro im Jahr oder 100 Euro im Monat. Um sich dies besser vorstellen zu können: Würde man diese Menge an Essen anbauen, bräuchte man ein Feld von 2,4 Mio. Hektar – eine Fläche größer als Mecklenburg-Vorpommern bzw. die Hälfte der Niederlande (Karte einfügen). Oder anders ausgedrückt: Diese riesige Menga an Lebensmitteln wurde mit beinahe einer halben Million LKW’s transportiert, die aneinander gereiht von der Mittelmeerküste Nordafrikas bis nach Kapstadt – einmal qurt durch Afrika (vgl. verbraucherzentrale.de)!

Bei der Lebensmittelproduktion werden Wasser, Energie und andere Rohstoffe auf dem Weg vom Anbau bis zum Konsumenten verbraucht – all dies sind Ressourcen, die im Hinblick auf die steigende Globalbevölkerung immer kostbarer werden. Beim Wasser wird ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs für den Anbau von Lebensmitteln verwendet, die später auf dem Müll landen.

Die Lebensmittelverschwendung hat außerdem negativen Einfluss auf die Klimabilanz: der sog. Lebensmittelmüll verursacht vergleichbar viele klimaschädliche Gase im Jahr, wie die Niederlande produzieren.

(Grafik einfügen: https://www.verbraucherzentrale.de/lebensmittelverschwendung)

Jeden Tag werden so viele Lebensmittel weltweit geerntet, dass jedem Bewohner unseres Planeten 4.600 Kilokalorien geerntet – also mehr als ausreichend, um jeden Menschen ausreichend zu sättigen. Das Problem ist, dass weniger als die Hälfte der produzierten Kilokalorien auch tatsächlich verzehrt werden.

In der Wertschöpfungskette von der Nahrungsmittelproduktion bis zum Verbraucher geht einiges verloren. – Wir wollen an allen Bereichen angreifen.

Verluste am Beispiel Kartoffel

 

Woher kommen die Nahrungsmittel, die wir in Deutschland verzehren?

Mit rund drei Viertel aller Nahrungsimporte stellt das europöische Ausland den größten Handelspartner dar. Außerdem kommen 14% vom amerikanischen Kontinent, 7% aus Asien und 3% aus Afrika. Auf Länderebene wird der Großteil des Lebensmittelhandels mit der Niederlande abgewickelt: Importe von 14,3 Milliarden Euro wurden so umgesetzt.

Der steigende Anteil von China am weltweiten und im Speziellen am deutschen Warenstrom Chinas bereitet einigen Konsumenten zu Recht zunehmend Kopfzerbrechen: es gibt nämlich aus Marketingsgründen keine einheitliche Kennzeichnungspflicht für die Herkunft von Produkten. Die Produzenten wissen um das Misstrauen deutscher Konsumenten. Es sind aber immer wieder chinesische Lebensmittel, die mit Negativschlagzeilen in den Nachrichten auftauchen. Der Hunger der Deutschen auf saisonale Produkte wie Erdbeeren übertrifft aber die nationale Nachfrage um ein Vielfaches, sodass

Daher nun zu unserer Idee: Stellen wir uns vor, im Jahr 2050 wird kein Essen mehr weggeschmissen: Regionale und ökologische Produktion sind die Regel, und so etwas wie „normgerechte“ Kartoffeln, die in den Verkauf kommen und „nicht-normgerechte“ Lebensmittel gibt es nicht mehr. Echte Nahrungsmittel erfreuen sich der höheren Wertschätzung einer handwerklichen und nachhaltigen Produktion und regionale Wirtschaftskreisläufe werden weiter gestärkt. In den Supermärkten ist primär saisonales Obst und Gemüse zu finden. Fertigprodukte gibt es so gut wie gar nicht mehr. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wurde durch eine Anzeige auf der Lebensmittelverpackung ersetzt, die anzeigen, ob und wie lange das Produkt noch bedenkenlos verträglich ist.

Wir wollen mit unserem Projekt Potentiale aufzeigen, wie wir auf unserem Planeten langfristig und nachhaltig leben können.

(Quelle: Die Zahlen beruhen aus Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Brot für die Welt, WWF, verbraucherzentrale.de)

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